Fallbeispiel
Kundenname und Konzernzugehörigkeit nennen wir aus Vertraulichkeitsgründen nicht. Die Zahlen sind verifizierbar.
Die Ausgangslage
Ein mittelständisches Ingenieurdienstleistungsunternehmen im Bereich Anlagenbau und Verfahrenstechnik, Tochtergesellschaft eines deutschen Industriekonzerns. Das Unternehmen war nicht in der Lage, ausreichend Konstruktions- und E&I-Ingenieure für seine wachsende Projektpipeline in Deutschland zu rekrutieren. Die Vakanzzeiten lagen bei vier bis sechs Monaten, bei gleichzeitig steigendem Projektdruck.
Die Umsetzung
Aufbau eines dedizierten Teams in Tunesien. Start mit drei Ingenieuren, Erweiterung auf sechs innerhalb von fünf Monaten. Die Zusammensetzung: vier Piping- und Konstruktionsingenieure sowie zwei E&I-Ingenieure aus der Elektro-, Mess- und Regelungstechnik. Die Senioritätsverteilung lag bei einem Junior, vier Mid-Level und einem Senior. Das Team wurde vollständig in die IT-Umgebung des Kunden integriert und arbeitete in regulären Abstimmungszyklen.
Die Ergebnisse
Was auffiel
Die Einarbeitungszeit für domänenspezifisches Wissen, in diesem Fall die Konstruktionssoftware und die Anlagenplanung, betrug etwa ein bis drei Monate. Das ist vergleichbar mit dem Onboarding eines neuen Mitarbeiters in Deutschland. Jeder neue Ingenieur braucht Einarbeitung, egal ob er aus Stuttgart kommt oder aus Tunis.
Die einzige strukturelle Anpassung war die Projektsprache. Das Team stellte von Deutsch auf Englisch um. Für die Engineering-Dokumentation, die technischen Abstimmungen und die Qualitätsprüfungen erwies sich das als unproblematisch. Für die externe Kommunikation auf Deutsch, etwa mit Endkunden oder Behörden, bleibt ein deutschsprachiger Ansprechpartner im Unternehmen notwendig.
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